Warum ein Hund vom Züchter ?

Ein Hund vom Züchter. Brauche ich sowas überhaupt? Reicht nicht ein Hund ohne Papiere? Ein Hund vom Züchter kostet meist mehr als ein Hund ohne Papiere, aber warum eigentlich? Diese Frage stellen sich viele Neuhundebesitzer, wir möchten versuchen eine Antwort darauf zu geben.

Wichtig ist aber vorallem: Züchter ist nicht gleich Züchter! Es gibt sogenannte “ Möchtegern-Züchter „, die weder Sachverstand und Verantwortungsbewusstsein haben, noch einem anerkannten Zuchtverband angehören und einfach Welpen produzieren, um sie dann möglichst billig und viel zu jung abzugeben! Hund A mit Hund B zu verpaaren hat nichts mit Zucht zu tun, ohne Papiere, welche als Abstammungsnachweis dienen, wird ein Hund aus solcher Verpaarung auch nie reinrassig sein, auch wenn er erstmal so aussieht.

Bei einem seriösen Züchter bekommen Sie die größtmögliche Sicherheit einen gesunden, wesensfesten und dem Standard entsprechenden Hund zu erhalten. Natürlich gibt es auf Gesundheit keine Garantie. Eine sorgfältig ausgewählte Verpaarung und eine qualifizierte Zucht erhöhen jedoch die Chancen auf ein langes Leben mit Ihrem zukünftigen Begleiter.

Was macht einen guten Züchter aus ?

Auch ein Züchter lernt nie aus. Das Wohl seiner Hunde und seiner Nachzuchten liegt ihm ein Leben lang am Herzen. Deshalb ist es für einen seriösen Züchter wichtig, auch über den Welpenkauf hinaus ein Leben lang mit den Welpenbesitzern Kontakt zu halten und über das Leben der Nachzuchten informiert zu werden.

Eine gute Zuchtstätte ist sauber und besitzt gut sozialisierte und erzogene Elterntiere, die einem freundlich begegnen. Bei der Aufzucht der Welpen fördert ein Züchter diese durch eine ordentliche Sozialisierung und Frühprägung auf die Umwelt. Auch eine ausgewogene und vielseitige Ernährung ist bei der Aufzucht wichtig. Damit das Immunsystem seine Arbeit ordentlich aufnehmen kann, ist ein sauberes, aber nicht keimfreies Umfeld entscheidend. Durch ständige Desinfektionen im Umfeld eines Welpen können Allergien oder andere Immunerkrankungen begünstigt werden.

Wichtig ist außerdem eine objektive Beratung eines Züchters. Da ihm seine Welpen am Herzen liegen, kann es durchaus vorkommen, dass er Ihnen von einem Hund abrät oder den Zeitpunkt für die Anschaffung für falsch hält. Er nimmt sich viel Zeit für Ihre Fragen (die er so offen wie möglich beantworten wird), steht Ihnen jederzeit (auch nach der Welpenabgabe) hilfreich zur Seite. Er zeigt Ihnen transparent alle Papiere, die zum Hund gehören und erklärt Ihnen alles.

Warum kostet ein Hund von einem guten Züchter mehr als ein Hund ohne Papiere?

Diese Frage kommt immer wieder auf und ist als Nichtzüchter nur schwer nachzuvollziehen. Doch zur Aufzucht eines Welpen gehört mehr als nur die Vereinszugehörigkeit und die Ahnentafel. Um Ihnen zu zeigen, dass ein seriöser Züchter viel Geld ausgibt, bevor er den Welpen guten Gewissens abgeben kann, hier eine Übersicht der anfallenden Kosten eines Züchters:

– Versicherung und Steuern für die Hunde
– Eventuell Anschaffungskosten für eine Zuchthündin / Zuchtrüden
– Bevor ein Hund zur Zucht zugelassen wird, müssen Untersuchungen und Prüfungen bestanden werden, wie z.B. Röntgenuntersuchungen sowie deren Auswertungen von einem speziellen Gutachter, genetische Laboruntersuchungen, Zuchttauglichkeitsprüfung, Ausstellungen etc.
– Fahrten zum Deckrüden, Deckgebühr etc.
– Aufzucht der Welpen, hochwertiges Futter, Spielzeug etc.
– Tierarztkosten für Hundemama und Welpen
– Impfen, Chippen, Wurmkuren
– Kontrolle der Zuchtstätte und Wurfabnahme durch einen Zuchtwart
– Ahnentafeln

Aus Erfahrung kann ich nur sagen: Ein Wurf bedeutet für mich, bis zur Abgabe der Welpen in der Regel mindestens 8 Wochen lang ),
einen “ Fulltimejob „, das heißt, ich bin 24 Stunden am Tag immer für meine Welpen da. Da muss geputzt werden ( denn die Welpen sind noch nicht sauber ), Futter zubereitet werden ( mehrere Mahlzeiten am Tag ), Welpenwäsche gewaschen werden ( mehrere Maschinen am Tag ) usw. und die grossen Hunde brauchen auch ihre Aufmerksamkeit und Beschäftigung. Das alles macht sehr viel Arbeit und fordert absolute Liebe zu den Tieren, aber es macht auch unwahrscheinlich Spaß und das sollte es vorallem! Die größte Belohnung dafür ist, wenn man sieht, wie die Kleinen gedeihen und wachsen und was aus ihnen am Ende für tolle Hunde geworden sind und dankbare Besitzer dahinter stehen!

Dafür lieben und “ leben “ wir Labrador 😉

Warum also eine Ahnentafel, die sogenannten “Papiere”?

Die Ahnentafel ist für Welpeninteressenten auf den ersten Blick meist unwichtig und irrtümlich wird geglaubt, daß das Papier den Hund teuer macht (siehe dazu die anfallenden Kosten oben). Ohne diese Ahnentafel wäre eine ordentliche Zucht jedoch gar nicht möglich. In den Ahnentafeln werden Röntgenergebnisse und Ahnen mit Zuchtbuchnummern festgehalten. Diese sind wichtig, damit Züchter Ahnenforschung betreiben können, also Informationen zu den Vorfahren des Welpen in Erfahrung bringen können. Ohne diese Informationen könnte ein Züchter nicht die gesundheitlichen Werte der Vorfahren sammeln und eine Zucht von gesunden Hunden wäre unmöglich! Papiere sind also ein wichtiger Bestandteil der Zucht. Mit ihnen trägt ein Besitzer dazu bei, eine Rasse gesund und wesensfest zu erhalten.

Worauf sollten Sie bei der Auswahl des Welpen achten?

Welpenkäufer sollten – haben sie sich eine Zuchtstätte ausgeguckt – frühzeitig den Züchter kontaktieren. Jeder gute Züchter möchte Sie natürlich persönlich kennenlernen, bevor er seinen Welpen abgibt.
Der Züchter hilft Ihnen außerdem bei der Auswahl des richtigen Welpen, denn er kennt die Charaktere der Tiere am besten. Haben Sie Fragen, dann fragen Sie ihn – er wird Ihnen so gut wie möglich alles erklären.

Was wünscht sich ein Züchter von seinem Welpenkäufer?

Wenn die Chemie zwischen Züchter und Welpenkäufer stimmt, wird auch der Kontakt nach der Welpenabgabe nicht abbrechen – im Gegenteil. Auch ein Züchter möchte über den Verbleib und das Leben “seines” Welpen informiert werden. Von einem guten Welpenkäufer wünscht er sich:

  • dass er über wichtige gesundheitliche Ereignisse informiert wird – so wie Röntgenergebnisse. Dazu gehören auch schlechte Nachrichten, wie Krankheiten

  • hin und wieder (mindestens einmal im Jahr) ein Bild vom Hund und Informationen darüber, wie es dem Hund und seinen Menschen mit ihm geht

  • dass er bei Problemen mit dem Hund informiert wird

  • ein Halterwechsel nur im Einvernehmen mit ihm und gern mit seiner Hilfe vorgenommen wird, denn er will, dass “sein Welpe” auch danach in gute Hände kommt

  • dass ein Welpenkäufer auch unangenehme Dinge anspricht und Fragen stellt

  • ein liebevolles Zuhause, ein Leben lang

  • keine Ketten – oder Zwingerhaltung! Beides wird Ihr Züchter generell ablehnen!

 

Presse:

Labradorworld_Edited

Labradorworld1_Edited